Ein Tag Arbeit

Heute war dann also der erste Tag in meinem Praktikum bei NetEase. Im Süden der Stadt liegt der Campus von NetEase, tatsächlich liegt hier ein ganzer Cluster von IT Unternehmen. Quasi alles, was in China das Internet am laufen hält hat hier einen Sitz. NetEase hat einen Campus mit drei gigantischen Gebäuden und nebenan gleich noch einen Neubau. Die Eingangshalle wir von einem Bambuswald und einem Steinbeet eingenommen, der Weg zu meinem Arbeitsplatz führt dann durch das Firmeneigene Café, in dem man die ganze Zeit kostenlos heiße Schokolade und Kaffee bekommt.

Die meisten Leute fangen wohl gegen 9:30Uhr mit arbeiten an, dann ist nämlich Frühstück zu Ende. Frühstück ist genau so wie Mittagessen, Abendessen und Spätsnack kostenlos. In der Firma sieht es ein bissel aus wie in einem Start-Up, es wurden einfach so viele Arbeitsplätze wie irgendwie geht in einen großen Raum gepackt. Dazu gibt es überall kleine Sitzecken, in die man sich auch für Nickerchen zurück ziehen kann.

So wie so geht man Arbeit hier entspannt an. Die meisten sind wohl von 9-19Uhr in der Firma. Dafür hält man Mittagschlaf auf dem Tisch, geht nach dem Essen spazieren, Mittag dauert so wie so 2 Stunden. Die Atmosphäre ist einfach entspannt, man sitzt halt zusammen und werkelt an seinem Produkt. Mein Team arbeitet an einem onlineshop für Klamotten.

Erstmal Pause mit heißer Schokolade (natürlich auch umsonst)

Mein Tag

Als erstes brauchte ich einen Übersetzer :D
Als sich dann ein Mädel aus dem Einkauf gefunden hatte, die hervorragend Englisch spricht, konnte es los gehen. Rechner besorgen, einrichten, Accounts anlegen, erstmal entspannen. Dann zu Mittag essen gehen, anschließend besprechen, was ich in nächster Zeit so machen kann. Werde erstmal Grundlagen ausprobieren und mein Wissen festigen, befor ich wirklich einsteige. Am Nachmittag Chipkarte holen, damit komme ich jetzt auch alleine durch Türen.

Dann weiter werkeln. Zumindest bis mein Vorgesetzter mir freundlich zu verstehen gibt, dass ich ruhig auch mal eine Pause machen kann. Dafür gleich mal im Café gechillt. Nach dem Abendessen um 18:45Uhr bringt mich dann ein Bus der Firma zurück zum Campus. NetEase betreibt eine ganze Flotte an Bussen, die Angestellte und Praktikanten von A nach B bringen, dauert bei mir auch nur 40-80 Minuten, abhängig vom Verkehr.

Der erste Tag hat mega Spaß und Lust auf mehr gemacht. Ich werde hier mega viel lernen können, zum Beispiel morgens früh aufstehen um den Bus zu erwischen :D

Chinesen sind genial

Als Gegengewicht zur Reihe “Die spinnen die Chinesen” hier eine Reihe dazu, wieso die Chinesen genial sind.

Essen

Ich kann gar nicht genug über das Essen schwärmen. Verstehe absolut, wieso Essen hier Smalltalk Thema Nummer eins ist. Es gibt einfach überall Essen, dass locker mit Restaurants in Deutschland mithält, an jeder Straßenecke eine Bude und dazwischen immer gefühlt ein dutzend.

Campus

Es gibt einfach alles auf dem Campus. Dutzende von Wohnheimen, Mensen, Shops und Fressbuden überall. Im Grunde müsste man hier nie weg.

Essenpausen

Überall auf dem Campus gibt es unauffällige grüne Boxen. Diese spielen zu den Mahlzeiten Musik. Eine Gruppe von Studierende sorgt für das Programm.

Taxis

Sind super günstig. Okay ich habe auch schon einmal 10€ bezahlt, weil ich ausversehen die Luxus Variante genommen habe. Der Rückweg mit den normalen war dann unter 2€.

Apps

Es gibt wirklich für alles eine App. Das macht die Kommunikation doch leichter, ich kann einfach über Apps eine Eingabe machen und muss den Leuten nicht auf Chinesisch erklären, was ich grade von denen will.

Die spinnen die Chinesen

Hier nun der erste Beitrag in einer Reihe, inspiriert von Obelix “Die spinnen die Chinesen”. In der ich alles beleuchten werde, was hier eigenartig ist. Und hier gleich der erste Schwall.

Und ich verspreche hiermit, ihr werdet einige dieser Punkte für Witze und Übertreibungen halten. Das sind sie aber nicht!

Toiletten

Sind nicht dafür gemacht, Klopapier zu verarbeiten, dafür gibt es einen Mülleimer neben den Klos. Momentan spüle ich mein Papier noch mehrmals täglich mit das Klo runter, aber da werde ich mich wohl noch mit am ehesten dran gewöhnen können.

Heizen

HangZhou liegt südlich der “Heizungsgrenze”. Das heißt, es gibt hier keine Heizungen. And I shit you not! Leute laufen hier auch im Haus mit Jacke rum, denn bei 3°C draußen ohne Heizung, was sollst du sonst machen? Viel interessanter ist, dass es sehr wohl neuere Gebäude mit Klimaanlage und Isolation gibt, in denen es warm wird. Aber dann macht man halt das Fenster auf, geht ja nicht, dass man drinnen ohne Jacke rumlaufen kann. Und so heizt die Klimaanlage fröhlich aus dem Fenster raus.

Fenster

Habe ich bis jetzt nur in einer Variante gesehen. Zum auf und zu schieben. Sie scheinen mir weder richtig dicht noch Lärm abschirmend. Immerhin schließen die in meinem Zimmer, im Hotel die erste Nacht blieb einfach immer ein Schlitz offen.

Betten

Meine Thesen zu Betten ist ja, dass die Chinesen sie nur bauen, weil der Nackte Fußboden ihnen zu weich wäre. (Okay das ist eine Hyperbel) Betten hier sind etwa so weich wie Isomatten.

Essen

Chinesen essen dreimal am Tag warm und zu Abend spätestens um 19Uhr. Ich mag das Essen ja gerne, aber so eine Scheibe Brot am Morgen ist auch was Feines.

Und mehr

Das war nicht mal die Hälfte meiner Liste, aber es soll ja auch eine Reihe werden. Und ich war erst zwei Tage hier :D

Die ersten Tage

Wo soll ich bloß anfangen?

Bin jetzt schon den dritten Tag in China, eigentlich sollte da wohl ein erst stehen, aber ich könnte einfach jetzt schon ein Leben lang darüber erzählen.

Angekommen bin ich hier mitten in der Nacht, erstmal in einer Art Hotel auf dem Campus gewohnt. Also auf dem “Yuquan” Campus, einem von fünf Campusse. Der Campus ist nur dezent größer als der Campus der Uni und FH zusammen, bin jetzt habe ich hier zwar nur zwei dutzend Wohnheime gesehen, aber da ich in Nummer 31 wohne muss es irgendwo noch mehr geben. Habe auch noch nicht alle erforscht. Ohh und habe ich erwähnt, dass die quasi der kleinste Campus ist? Hier fangen jährlich 6000+ Studierende an, die alle auf dem Hauptcampus leben. Der ist so was von beeindruckend, dort ist quasi der gesamte Campus ein gigantischer Park mit Gebäuden daneben, deren Ausmaße man nur glaubt, wenn man hier war. Mein Campus dagegen ist eher eine Wohngegend, es gibt hier wohl nur wenige Vorlesungsräume, dafür Wohnheime soweit das Auge reicht und dutzende Mensen, kleine Essensbuden, Supermärkte. Einfach alles was man zum Leben braucht, auch eine kleinere Grünfläche. Im Grund müsste man den Campus wohl nie verlassen.

Überlebenswichtig in China sind übrigens Handys, alles lässt sich mit einer App regeln! Taxi bestellen, Essen bestellen, Einkaufen, bezahlen, einfach alles. Brauche dringend ein anderes Handy, mein Windows Phone hat leider keine gut genuge Karte von China, in keiner App.

Naja am Donnerstagmorgen hat mich dann Mrs. Xiang eingesammelt und mit Charlene (sind wir mal ehrlich, englische Namen werden für meine Leser einfacher sein) an die Hand gegeben, die mir die Campusse gezeigt hat, mir beim Registrieren an der Uni geholfen hat und gestern dann auch noch Übersetzerin für mein Interview bei der Firma gespielt hat, bei der ich ein Praktikum machen werde. So habe ich dann die letzten beiden Tage einiges hier kennen gelernt. Habe ich schon erwähnt, wie genial das Essen ist? Ich habe zwar keine Ahnung, was ich da eigentlich esse und China ist einfach nicht dafür gemacht, alleine Essen zu gehen. Aber ohhh mein Gott ist das Essen geil. Jede einzelne Mensa hat eine Auswahl, die würde ich in Deutschland nirgendwo erwarten und einfach richtig gutes Essen, bei dem ich bis jetzt noch nicht über 2€ ausgegeben habe und immer satt geworden bin.

Chinesischen Eigenarten werde ich mich mal weiter in einer anderen Serie widmen. Ich bin jetzt also hier angekommen, habe eine Wohnung, viele Tipps für alle nach mir und werde in einer Woche oder so mein Praktikum anfangen. Bis dahin werde ich aggressiv nach anderen internationalen Studierenden Ausschau halten, denn alleine hier rum laufen ist echt mies. Zumindest kenne ich schon ein paar Chinesen, an die ich mich immer mal wenden kann.

Der Flug

Noch in GuangZhou

Ein Baum ist jetzt in China. Also nicht da, wo ich hin will, sitze halt seit etwa sieben Stunden auf dem Flughafen in GuangZhou fest. Die Passkontrolle hat halt einfach so lange gedauert, dass ich meinen Flug nicht erwischt habe. Und scheinbar gab es eine extra Warteschlange für Leute, die Flüge bekommen müssen, aber die ist mir nicht aufgefallen. Naja habe hier also mal den Flughafen erkundet, da ich im Terminal für Inlandsflüge sitze, gibt es keine Geldautomaten, keine Wechselstuben und so sitzt ein armer Deutsche halt mit seinen zwei Ballistos und einer halben Tüte Lachgummi hier fest. Nachdem ich meinen Flug dann vllt. geändert hatte, wollte ich einmal rausfinden, ob das geklappt hat, habe wen gefragt und bevor ich ihm mein Problem erklären konnte, hatte er mich nochmal zwei Stunden später gebucht. Dieser so wie so schon späterer Flug wird jetzt Aufgrund des Wetters auch noch mal zwei Stunden nach hinten geschoben….. werde dann also mindestens neun Stunden hier am Flughafen verbracht haben, yay.

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Migration

Auswanderung, Einwanderung, Migration ist ja momentan ein großes Thema in den Nachrichten. Da meist in Zusammenhang mit Flüchtlingen, meine Migration ist heute von wesentlich weniger Leid geprägt. Ich Migriere von Wordpress zu Hexo und wechsele somit das Blogging-System.

Motivation dahinter ist auch nicht, dass Wordpress mich politisch unterdrückt, sondern das es einfach nicht so gut zu dem passt, was ich tue wie Hexo. Tatsächlich habe ich mich mit dem Thema Blog beschäftigt, da mir in letzter Zeit öfter wieder Ideen für Posts kommen.

Dies ist also mehr eine heads-up. Effektiv könnte es bedeuten, dass ältere Posts teilweise komisch aussehen und das Design sich heute und wohl in nächster Zeit noch einmal ändern wird.

Scotsman are the better Vikings

Recently I watched two movies that ended up being about Viking funerals. So I think it’s fair to compare them.

What We Did on Our Holiday

A movie about the tensions that can arise within families. Gordie is suffering terminal cancer and so one of his sons throws him a party. The sons brother and his family are traveling to Scotland for the occasion. Not only is the later only inches short of a divorce which he doesn’t want his dead to find out about, the brothers also genuinely disagree on just about everything. All that glues the family together is Gordie and the way he treats the kids. Who taken on a journey to the see grant him his dying wish off a Viking funeral.

Really awesome movie. About family finding together again, about love, loos, pain and happiness. Tons of British humor mixed with light characters and beautiful scenery.

See you in Valhalla

This movie starts with a Viking suicide that brings a family of each other hating siblings together. There is the Psychiatrist and his gay boyfriend, a normal family father and the sister who paints and never got over her ex-boyfriend. Non of them ever get along but since their brother died they have to start to do so.

One may notice at this point that this movie didn’t capture me in the slightest. It has a pretty cool theme with the Viking but in the end it’s just a shallow story that waists so much potential. Each character carries more into this movie than can be resolved during 90 minutes and at the end everything is supposedly fine.

 

Yay, for Vikings in movies and burials in flaming boats, go watch “What we did on our holiday” it is a brightly shining movie with a dark theme that can carry you a bit. Consider “See you in Valhally” if you like the Viking theme and want something american.